Ernährung – Proteine

Wir Hundebesitzer sprechen ständig umgangssprachlich vom Hundefutter. Was ist denn überhaupt Hundefutter? Wikipedia, das alles erklärende Lexikon, sagt dazu: „Hundefutter ist eine speziell auf die physiologischen Bedürfnisse von Hunden ausgerichtete Tiernahrung…“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Hundefutter)

Was benötigt ein Hund an täglichem Futter?
Eine ausgewogene Ernährung für den Hund setzt sich zusammen aus

  • Proteinen (Eiweiß),
  • Fetten (die aus Glyzerin und Fettsäuren bestehen),
  • Kohlenhydraten (Stärke/ Zucker),
  • Mineralstoffen (Mengen- und Spurenelemente)
  • und Vitaminen (fett- und wasserlösliche).

Wenn ich Mengenangaben mache, gilt das für Hunde im Erhaltungszustand, d.h. für „normale“ erwachsene Hunde, die weder trächtig noch säugend noch einer hohen körperlichen Beanspruchung ausgesetzt sind.

Die Nahrung eines „normalen“ Hundes sollte sich folgendermaßen zusammensetzen:

Proteine                             35 – 45 %
verdauliche Kohlenhydrate   45 – 55 %
Fasern (Feuchtgewicht)            –  5  %
plus evtl. Nahrungsergänzungen

Heute möchte ich näher auf die Proteine eingehen.
Zu den Proteinen gehören Fleisch und Fleischprodukte. Je nach Fleischsorte enthalten sie mehr oder weniger viel Fett. Je näher das Eiweiß verwandt ist mit dem körpereigenen Eiweiß, desto größer ist die biologische Wertigkeit (biologische Wertigkeit: zu wie viel % kann das Eiweiß, das gerade gefressen wurde, verarbeitet werden.). Wird zu viel Eiweiß gefüttert und ist es schwer verdauliches Eiweiß, das nicht zerlegt werden kann, bleibt es im Darm und es kann zu Gärungs-, Darm-, Leber-/ Nierenproblemen und je nach Eiweiß auch zu „psychischen Macken“ kommen.

Die eiweißreichen Futtermittel sind tierischer Herkunft wie Fleisch, Blut, Wurstwaren, Speck, Leber und Niere, Milch und Milchprodukte, Eier und Eiprodukte, Vormägen und Mägen, bindegewebereiche Schlachtabfälle, Fische und Fischprodukte, tierische Nebenprodukte sowie Knochen.
Je nach Zustand des Tieres sollten eventuell fettarme Fleischsorten (wie Geflügel, Pferd, Kaninchen) gefüttert werden z.B. bei Übergewicht.
Fleisch ist als alleiniges Futtermittel nicht geeignet. Es fehlen sowohl wichtige Mineralien (Verhältnis Calcium-Phosphor) wie auch Vitamine und Ballaststoffe.
Deswegen sollte man darauf achten, dass nicht nur Muskelfleisch, sondern immer wieder auch andere Futtermittel tierischer Herkunft gefüttert werden wie z. B. Pansen, Blättermagen, Putenhälse, Rinderohren mit Fell, Rinderknorpel, Geflügelmägen, Innereien, Lunge, Euter. Darüber erhält der Hund andere Vitamine, Mineralien und schwer verdauliche Komponenten, die für eine gute Darmtätigkeit (Peristaltik) sorgen.
Milch ist optimal zusammengesetzt, aber nicht generell verträglich (wegen des Milchzuckers = Laktose). Käse hat einen niedrigen Laktosegehalt genau wie Quark und Dickmilch und werden daher in höheren Mengen toleriert. Eier sollten 1 bis max. 2 x pro Woche mit Schale gefüttert werden.
Bei Knochenfütterung sollte man die Gesamtmenge von 10 g pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag nicht übersteigen, da es andernfalls zu Obstipationen (= Verstopfungen) kommen kann.

Soviel für heute zum Thema Proteine. Im nächsten Blog behandele ich die Ernährung mit Futtermitteln pflanzlicher Herkunft.

www.praxis-nebeling.de

Viele Grüße
Perdita Nebeling
Alles, was Ihrem Tier gut tut. Damit es gesund leben kann.

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